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/// Artists Statement [pdf]
/// Lisa Steib »Agression.Blick.Gold. —
Zu drei Begriffen für Nadine Decker« [pdf]
/// Arbeitskonzept »Das Buch« [pdf]
/// Astrid Köhler »Was
will ich damit eigentlich sagen?« [pdf]
/// Karina Herring »Blütenlose Unheimlichkeit«
[pdf]
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Was will ich damit eigentlich sagen?
Fragen an die Kunstwissenschaftlerin Astrid Köhler
Was repräsentieren meine Selbstportraits, bin ich das?
Oder doch nur ein konstruiertes Bild deiner selbst, eine Maske, die dich
eher verdeckt als repräsentiert? Selbstportraits stehen, wie der Begriff
schon sagt, für eine bestimmte Definition von »Selbst«.
Doch wie sieht dieses »Selbst« aus?
Ist es eine Reflexion dessen, was dich ausmacht?
Sagt es etwas über dein inneres Wesen aus?
Oder zeigt es die Person, als die du gesehen wirst / gesehen werden möchtest?
Zeigt es, wie du dich selbst siehst?
Wichtig in den Portraits ist die zentrale Rolle, die der Selbstinszenie
rung zukommt: ins Bild gesetzt, kann man den Blick auf den eigenen Körper
kontrollieren und lenken. Man zeigt nur das, was man zeigen möchte,
kehrt wichtige Aspekte hervor oder dichtet nicht vorhandene hinzu.
Wieso die Inszenierung als Büste?
Die Darstellung als Büste bietet sich als ideale Umsetzungsform an:
in ihr wird die Beschneidung und Reduktion des »Selbst« offenkundig.
Der/die Portraitierte wird auf wesentliche und bezeichnende Aspekte beschränkt,
wobei ein Moment der Idealisierung beziehungsweise Emporhebung inhärent
ist.
Welche Bedeutung hat Gold als Material?
Vergoldete Gegenstände erfahren ein Moment der Erhöhung und Immaterialisierung.
Das Gesicht erstarrt unter der aufgetragenen Goldschicht zu einem pharaonenhaften
Antlitz. Form und Mimik zeichnen sich auf dieser Maske ab und bleiben dennoch
verborgen. Mit Gold überzogen wird das Haus zum kostbaren Kleinod.
Hier entspricht die Vergoldung dem Beschönigungs- und Aufwertungsprozess,
der sich in der Erinnerung am Erinnerten vollzieht.
Haus? Hä?
Haben Häuser etwas mit Identität und Repräsentation zu tun
und wenn ja, inwiefern?
1. Häuser gleichen dem menschlichen Körper: sie bieten Raum für
den privaten Rückzug, sind »Sitz des häuslichen Lebens«.
Wie auch der Körper definieren sie ein klares Innen und Außen
sowie eine permeable Grenze.
2. Wie mit dem eigenen Körper ist man auch mit dem Geburts- und Elternhaus
lebenslang verbunden. Häuser stiften Identität und bergen Erinnerungen.
Das Haus als Erinnerungsraum?
Das »Haus Nr. 42« ist eine Darstellung des Elternhauses. In
einem nostalgisch-sehnsuchtsvollen Blick wird dieses erinnert. Als wiederkehrendes
Bildmotiv bleibt das Haus modellhaft, wie eine Erinnerungsskizze: die zugrunde
liegende Urform wirkt greifbar und bleibt dennoch in abstrakte Ferne gerückt.
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